Pflegetipps für Ihre Messer

1. Tabu: Der Geschirrspüler
Die aggressiven Reinigungsmittel in Spülmaschinentabs greifen die Legierung des Stahls an, während die Hitze und Feuchtigkeit den Prozess der Abstumpfung beschleunigen. Zudem können mechanische Schläge gegen andere Besteckteile während des Spülgangs mikroskopisch kleine Ausbrüche in der Schneide verursachen.
Ein kurzer Spülgang unter lauwarmem Wasser, gefolgt von einem sofortigen Abtrocknen, ist deutlich materialschonender.

2. Die Wahl der richtigen Schneidunterlage
Die Standzeit Ihrer Schneide hängt maßgeblich vom Untergrund ab auf dem Sie Ihre Messer benutzen. Hochwertige Holzbretter sind der ideale Partner für Ihre Klinge.
Vorzugsweise sollte die Schneidunterlage aus weichen bis mittelharten Holzarten bestehen (zum Beispiel Eiche, Walnuss, Kirsche, Ahorn). Vorsicht ist bei Bambus geboten. Viele Schneidbretter aus Bambus sind sehr hart und sind daher eher ungeeignet.
Egal welches Holz Sie wählen: Pflegen Sie Ihr Brett regelmäßig mit lebensmittelechtem Leinöl oder speziellem Schneidebrett-Öl. Ein trockenes Brett wird spröde und neigt eher dazu, die Klinge negativ zu beeinflussen.
Glas-, Stein-, Keramik- oder Edelstahlunterlagen sollten hingegen vollständig vermieden werden. Diese Oberflächen sind wesentlich härter als der Stahl Ihrer Klinge. Der Kontakt führt folglich zu einer sofortigen plastischen Verformung der Schneidkante und macht das Messer umgehend stumpf.

3. Die Verwendung eines Wetzstahls / Lederriemens
Wenn Sie ein Messer mit dem Feinschliff nutzen, können Sie die Schärfe zwischendurch mit einem guten Wetzstahl oder Keramikstab sanft auffrischen. Damit richten Sie die feine Schneide wieder auf, die sich bei der Arbeit minimal umgelegt hat.
Bei Messern mit Premiumschliff (sehr harte Stähle, ab ca. 59 HRC) empfehle ich hingegen den Einsatz eines feinen Lederriemens. Aufgrund der hohen Härte des Stahls ist hier ein rauer Wetzstahl oft zu aggressiv; der Lederriemen poliert die Kante hingegen schonend und erhält die exzellente Schärfe.